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Gemeinsames Bearbeiten von Beurteilungen über die WSDB

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Austausch zu Beurteilungen über die WSDB

Abgeschickt von Monika Kerschbaumer am 16.April 2015 08:32

Rudolf Steiner sieht ja vor, dass die Beurteilungen der Schülerinnen und Schüler - zumindest was die allgemeine Charakterisierung betrifft - von allen unterrichtetenden Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam verfasst werden. Der Wunsch nach einer Möglichkeit dies über die WSDB zu organisieren wurde geäußert. Dabei soll ein Vorschlag der beurteilenden Lehrkraft für alle klasseninternen Lehrerinnen und Lehrer einsehbar und kommentierbar sein. Zusätzlich soll es auch die Möglichkeit geben, diesen ersten Vorschlag in einer Arbeitskopie zu editieren und die Änderungen vorzuschlagen. Diese Änderungsvorschläge können von der beurteilenden Lehrerin oder dem beurteilenden Lehrer übernommen oder verworfen werden.

Im Grunde ähnelt dies der Korrekturfunktion, allerdings haben hier mehrere Personen Korrekturrechte und pro Unterrichtsgegenstand werden mehrere Vorschläge mit Angabe der Verfasserin bzw. des Verfassers gelistet. Es entsteht somit ein Austausch.

Wie ist eure Meinung dazu? Würdet ihr das an eurer Schule verwenden? Wie und in welchem Ausmaß tauscht ihr euch bis jetzt zu den Beurteilungen aus?

Re: Gemeinsames Bearbeiten von Beurteilungen über die WSDB

Abgeschickt von Dieter Reiser am 16.April 2015 21:15

Ich würde das sehr begrüßen! Bisher war es (als Klassenlehrer) doch immer eher so, dass man sich beim Zeugnisschreiben als einsamer Wolf fühlen durfte. Man hat sich diejenige Schülerin oder denjenigen Schüler, die oder der gerade beurteilt werden sollte, vor das innere Auge geholt und versucht, bei der Einleitung ein typisches Ereignis, ein sprechendes Erlebnis, einen passenden Vergleich zu finden, um damit möglichst prägnant auszusprechen, was bei dieser Schülerin oder diesem Schüler wesentlich war oder ist. Und das ist doch ein entscheidender Unterschied zu staatlichen Notenzeugnissen! Man versucht wirklich mit der Entwicklung der Kinder mitzugehen, sie nicht nur zu beurteilen, sondern liebevoll aktiv zu begleiten. Das wird von den Eltern auch sehr geschätzt! Aber es wäre sicher eine Hilfe, wenn ich so etwas nicht als "einsamer Wolf" tun müsste, sondern angeregt durch viele Kommentare meiner Kolleginnen und Kollegen. Ein Waldorfzeugnis ist halt doch mehr als nur eine Leistungsbeurteilung!

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